Auf einen Blick

Feldmarschall Johann Hilchen von Lorch († 1548) ließ das Hilchenhaus zwischen 1546 und 1548 errichten; fertiggestellt wurde es 1573. Der dreigeschossige Renaissancebau gilt als schönster seiner Art am Mittelrhein. Der Treppenturm stammt von 1548.

Das Hilchenhaus ist das Gebäude, an dem man in Lorch nicht vorbeikommt — und zwar buchstäblich, denn seine Schauseite zeigt zum Rhein.

Gebaut hat es Feldmarschall Johann Hilchen von Lorch, gestorben 1548. Er begann den Bau kurz vor seinem Tod; fertig wurde das Haus erst 1573, also ein Vierteljahrhundert später.

Der Bauherr

Johann Hilchen entstammte dem Adelsgeschlecht der Hilchen von Lorch. Dass er den Bau zwischen 1546 und 1548 begann und noch 1548 starb, heißt: Er hat sein Haus nie fertig gesehen.

Gut zu wissen: Die Familie hat der Stadt ihren Namen im Gebäude hinterlassen. Verwechslungen mit „Hilchenbach“ sind falsch — das ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Die Architektur

MerkmalAusführung
Bauformdreigeschossiger Renaissance-Steinbau
Schauseitezum Rhein
Erkerzweigeschossig, getragen von zwei kräftigen Säulen
Giebelvierstufiger Staffelgiebel zur Flussseite
Treppenturmquadratisch, 1548

Quelle: Wikipedia, Hilchenhaus

Der zweigeschossige Erker auf zwei Säulen ist das Motiv, das den Bau berühmt gemacht hat. Er gilt als „schönster Renaissancebau am Mittelrhein“ — eine Einordnung, die sich so in der Literatur findet.

Wie das Haus genutzt wurde

Ursprünglich Adelssitz, ging das Gebäude über Erbfolge durch verschiedene Familien. In den 1920er- bis 1950er-Jahren diente es Zwecken rund um den Wein: Im Keller gab es eine Weinstube, der Renaissancesaal wurde für gehobene Veranstaltungen genutzt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus schwer beschädigt und verfiel danach. Wie es gerettet wurde, steht im Artikel über die Sanierung von 2009 bis 2014.

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Quellen

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Häufige Fragen

Wer hat das Hilchenhaus gebaut?
Feldmarschall Johann Hilchen von Lorch, gestorben 1548. Er ließ es kurz vor seinem Tod zwischen 1546 und 1548 errichten.
Wann wurde es fertiggestellt?
1573.
Was macht den Bau architektonisch besonders?
Die Schauseite zum Rhein mit einem zweigeschossigen Erker auf zwei kräftigen Säulen und einem vierstufigen Staffelgiebel. Der quadratische Treppenturm stammt von 1548.
Warum gilt es als bedeutend?
Es wird als schönster Renaissancebau am Mittelrhein bezeichnet.