Auf einen Blick

Zwischen 2009 und 2014 wurde das Hilchenhaus saniert. Der Bund gab 5,2 Millionen Euro, das Land Hessen 500.000 Euro, die Stadt Lorch 656.000 Euro. Seit 2009 besteht ein Erbbaurechtsvertrag über 99 Jahre. Heute sind dort unter anderem die Tourist-Information und ein Restaurant untergebracht.

Denkmalsanierungen scheitern selten am Willen und fast immer am Geld. Beim Hilchenhaus in Lorch kam beides zusammen — und das Ergebnis lässt sich in Zahlen benennen.

Die Ausgangslage

Das Haus war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden und verfiel danach über Jahrzehnte. Für ein Gebäude, das als bedeutendster Renaissancebau am Mittelrhein gilt, ein prekärer Zustand.

Wer was bezahlt hat

TrägerBetrag
Bund5.200.000 €
Land Hessen500.000 €
Stadt Lorch656.000 €
Summe6.356.000 €

Quelle: Wikipedia, Hilchenhaus. Die Summe ist die Addition der drei genannten Einzelbeträge.

Der Anteil der Stadt liegt bei rund einem Zehntel der Gesamtsumme. Für eine Kommune mit 3.802 Einwohnern ist das eine erhebliche Position.

Die Konstruktion dahinter

Seit 2009 besteht ein Erbbaurechtsvertrag über 99 Jahre, getragen von der Stadt Lorch. Erbbaurecht trennt Grundstück und Gebäude: Wer das Erbbaurecht hält, darf auf fremdem Grund bauen und nutzen, ohne Eigentümer des Bodens zu sein.

Solche Konstruktionen sind bei Denkmälern verbreitet, weil sie langfristige Nutzung ermöglichen, ohne dass Eigentum übergehen muss.

Was heute darin ist

  • Restaurant
  • Veranstaltungsort
  • Weinverkauf
  • Tourist-Information

Verteilt ist das auf vier Etagen. Das Haus ist damit vom Adelssitz über die Weinstube zur öffentlichen Anlaufstelle geworden — ein Nutzungswandel über knapp fünf Jahrhunderte.

Tipp: Öffnungszeiten der Tourist-Information und des Restaurants nennen wir hier nicht. Die stehen bei der Stadt Lorch am Rhein und beim jeweiligen Betreiber.

Weiterlesen

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Zu dieser Seite: Dieses Magazin wird privat betrieben und ist kein Angebot der Stadt Lorch am Rhein. Verbindliche Auskünfte, Öffnungszeiten und Termine gibt allein die Stadt.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite stammen aus den folgenden Quellen. Zahlen, die dort nicht belegt sind, stehen hier bewusst nicht.

Häufige Fragen

Wann wurde das Hilchenhaus saniert?
Zwischen 2009 und 2014.
Was hat die Sanierung gekostet?
Der Bund gab 5,2 Millionen Euro, das Land Hessen 500.000 Euro und die Stadt Lorch 656.000 Euro — zusammen rund 6,36 Millionen Euro.
Wem gehört das Haus?
Seit 2009 besteht ein Erbbaurechtsvertrag über 99 Jahre, getragen von der Stadt Lorch.
Was ist heute im Hilchenhaus untergebracht?
Ein Restaurant, ein Veranstaltungsort, Weinverkauf und die Tourist-Information, verteilt auf vier Etagen.