Auf einen Blick

Die rechte Rheinstrecke dient vorrangig dem Ferngüterverkehr. Das Eisenbahn-Bundesamt bezifferte die Auslastung 2009 auf 93 Prozent. Vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026 wird die Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden für eine Korridorsanierung auf rund 160 Kilometern vollständig gesperrt.

Lorch liegt an einer der wichtigsten Güterachsen Deutschlands. Das ist der Grund für beides — für die gute Anbindung und für den Lärm.

Eine Achse zwischen Rhein-Ruhr und Rhein-Main

Die rechte Rheinstrecke dient vorrangig dem Ferngüterverkehr zwischen Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Wie ausgelastet sie ist, zeigte sich 2009: Das Eisenbahn-Bundesamt bezifferte die Auslastung auf 93 Prozent und untersagte deshalb den geplanten Rückbau von 67 Weichen und zehn Kilometern Gleis.

Gut zu wissen: Die Deutsche Bahn nennt rund 470 Züge pro Tag — dieser Wert fasst allerdings beide Rheinstrecken zusammen, nicht nur die rechte. Für 2030 lautet die Prognose rund 496. Wie viele Güterzüge konkret durch Lorch fahren und wie sie sich auf Tag und Nacht verteilen, ist nicht belegt — wir nennen dazu keine Zahl.

Die Korridorsanierung 2026

AngabeWert
Zeitraum10. Juli bis 12. Dezember 2026
AbschnittTroisdorf – Wiesbaden, rund 160 Streckenkilometer
Gleiserneuerungüber 80 km
Weichen159
Oberleitung99 km
Stationen36 modernisiert
Ersatzverkehr14 Buslinien, über 100 Haltestellen, rund 160 Busse

Quelle: Deutsche Bahn, Arbeiten am Rechten Rhein

Eine Vollsperrung von fünf Monaten ist ein erheblicher Eingriff — für den Güterverkehr, der umgeleitet werden muss, und für alle, die hier täglich pendeln.

Lärmschutz

Bis Ende 2026 entstehen rund sechs Kilometer Lärmschutzwände in elf Kommunen; insgesamt sind zwischen Unkel und Eltville 19 Kilometer vorgesehen. Das Programm „Leiseres Mittelrheintal“ schafft rechtsrheinisch 13 Kilometer neuen Lärmschutz.

Gut zu wissen: Ob und wo im Stadtgebiet Lorch Lärmschutzwände entstehen, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor — dort werden nur Gesamtkilometer und rheinland-pfälzische Kommunen namentlich genannt.

Zwei Ereignisse vor Ort

DatumEreignis
30. Juli 2008Erdrutsch unterhalb des Teufelskadrich, Sperrung Lorch–Assmannshausen für mehrere Tage
9. Juni 2013Entgleisung eines leeren Autotransportzuges von 620 m Länge kurz hinter Lorch, Vollsperrung bis 16. Juni

Quellen: Frankfurter Rundschau vom 31.07.2008; Rheingau Echo vom 13.06.2013

Die Entgleisung 2013 beschädigte Gleise und die parallel verlaufende B 42 über rund zehn Kilometer. Beide Ereignisse zeigen, wie eng Bahn, Straße und Hang hier beieinanderliegen — das Tal lässt keinen Platz für Ausweichen.

Zur Anlage des Bahnhofs selbst siehe den Artikel über den Bahnhof Lorch seit 1862.

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Quellen

Die Angaben auf dieser Seite stammen aus den folgenden Quellen. Zahlen, die dort nicht belegt sind, stehen hier bewusst nicht.

Häufige Fragen

Wie stark ist die rechte Rheinstrecke ausgelastet?
Das Eisenbahn-Bundesamt bezifferte die Auslastung 2009 auf 93 Prozent und untersagte daraufhin den geplanten Rückbau von 67 Weichen und zehn Kilometern Gleis.
Wann wird die Strecke 2026 gesperrt?
Vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026 zwischen Troisdorf und Wiesbaden, auf rund 160 Streckenkilometern.
Wie viele Züge fahren dort täglich?
Die Deutsche Bahn nennt rund 470 Züge pro Tag für beide Rheinstrecken zusammen, mit einer Prognose von rund 496 für 2030. Eine Zahl allein für Lorch ist nicht belegt.
Gibt es Lärmschutz?
Bis Ende 2026 entstehen rund sechs Kilometer Wände in elf Kommunen, insgesamt sind zwischen Unkel und Eltville 19 Kilometer vorgesehen. Ob davon etwas im Stadtgebiet Lorch liegt, ist nicht veröffentlicht.